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HAVAG: Stadtbahnbrücke erhält Preis

28.03.25

Die Jury des Deutschen Brückenpreises hat letzte Woche in Dresden den Deutschen Brückenbaupreis verliehen. In der Kategorie „Straßen- und Eisenbahnbrücken“ erhielt der Bau der Elisabethbrücke eine Auszeichnung. Damit wird der Bau der Elisabethbrücke, die im Rahmen des Programms Stadtbahn Halle errichtet wurde, für seine moderne, nachhaltige und effiziente Bauweise geehrt.

Mit dem Brückenbau innerhalb nur eines Jahres hat die Hallesche Verkehrs-AG (HAVAG) termintreu und kostenbewusst gebaut, und dies bei Einhaltung aller regulatorischen Anforderungen und hoher öffentlicher Zufriedenheit. Jetzt ist das Vorhaben als eine von drei Brücken in der Kategorie „Straßen- und Eisenbahnbrücken“ für den Deutschen Brückenbaupreis 2025 mit einer Auszeichnung bedacht worden.

Die Jury, die den Brückenpreis verliehen hat, begründet die Auszeichnung wie folgt: „Die Elisabethbrücke erfüllt in vorbildlicher Weise die Anforderungen an eine moderne, nachhaltige und effiziente Bauweise in einem städtisch dichten Umfeld. Der Ersatzneubau, für den die Bauweise mit hohem Vorfertigungsgrad genutzt werden konnte, zeichnet sich durch eine beeindruckend kurze Bauzeit und einen geringen ökologischen Fußabdruck aus. So konnten die zugrunde gelegten hohen Kriterien für Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit erfüllt werden.“

Diese serielle Vorfertigung zeichnete sich durch hohe Termin- und Kostensicherheit aus, parallele Bauprozesse minimieren Verkehrsbehinderungen, die integrierte Wartungslösung reduziert langfristige Infrastrukturkosten. Die Verwendung von Hochleistungsbeton verlängert die Lebensdauer der Brücke, die modulare Fertigung reduzierte Materialverbrauch und Umweltbelastungen. Schließlich konnte auch der Hochwasserschutz durch eine Optimierung der Retentionsräume verbessert werden. In Summe beeindruckend und beispielgebend, befand die Jury.

„Mit dieser Auszeichnung wird unsere Herangehensweise, Termin-, Qualitäts- und Budgettreue einzuhalten, bestätigt,“ freut sich Matthias Lux, Vorsitzender Geschäftsführer der Stadtwerke Halle, über die Auszeichnung. „Nüchtern betrachtet, haben Brücken die Aufgabe, natürliche Barrieren zu überwinden. Keine Frage, das leistet die neue Elisabethbrücke in Halle. Für die Saalestadt ist das neue Bauwerk allerdings von weit größerer Bedeutung, besitzt die Stadt doch nur zwei Saalequerungen für die Straßenbahn.

So kommt ihr in vielerlei Hinsicht über rein verkehrliche Funktionen die einer maßgeblichen Lebensader zu. Sie verbindet die Alt- mit der Neustadt.“ Ebenso groß ist die Freude über die Auszeichnung bei Vinzenz Schwarz, Vorstand der HAVAG: „Sechs Straßenbahnlinien mit mehr als 40.000 Fahrgästen queren die ÖPNV-Brücke täglich. Das allein ist schon eine große Herausforderung. In ihrem Inneren sichern eine Reihe von Leitungen die Trinkwasser-, Gas-, Strom- sowie Breitbandversorgung großer Teile der Stadt. Diese Fülle an Funktionalitäten führte natürlich auch zu besonderer öffentlicher Aufmerksamkeit.“

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de