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NRW: S13-Ausbau geht voran

28.03.25

Die Deutsche Bahn gibt weiter Gas für den Ausbau der S13 zwischen Troisdorf und Bonn: Ab Juni 2025 steht auf dem 13 Kilometer langen Streckenabschnitt die letzte große Bauphase vor der Generalsanierung der rechten Rheinstrecke (Troisdorf – Koblenz) auf dem Programm. Bis Ende 2025 bündelt das Projektteam ein umfangreiches Bauvolumen für den drei- bzw. viergleisigen Ausbau und arbeitet dabei u.a. zeitgleich an Gleisen, Brücken, Bahnhöfen und Lärmschutzwänden.

Das wichtigste Projekt in diesem Jahr wird die Inbetriebnahme des neuen Elektronischen Stellwerks (ESTW) in Bonn-Beuel sein. Um die Auswirkungen auf die Fahrgäste so gering wie möglich zu halten, setzt die DB den intensiven Baumarathon bis Ende des Jahres während abwechselnder Voll- und Teilsperrungen der Strecke um.

Jens Sülwold, Projektleiter für den Ausbau der S13: „Aktuell laufen bei uns im Team die Vorbereitungen für die kommende Bauphase auf Hochtouren. Wir freuen uns hier ab Sommer richtig in die Vollen zu gehen und die Baustellen wieder ein großes Stück voranzutreiben. Bis Ende des Jahres werden wir zahlreiche wichtige Meilensteine erreichen – und so die Weichen für die Generalsanierung der rechten Rheinstrecke im kommenden Jahr stellen.“

Auf dem Bauplan stehen neben der Inbetriebnahme des neuen Stellwerks in Bonn-Beuel auch weitere wichtige Arbeiten entlang der Strecke: Die Fachleute setzen unter anderem die Brückenarbeiten an der A560 in Sankt Augustin fort, treiben den Neubau des Haltepunkts in Bonn-Vilich voran und sind auch rund um den Bahnhof in Bonn-Beuel aktiv. Wann immer möglich, baut die DB „unter rollendem Rad“ – also ohne Beeinflussung des Zugverkehrs. Für Arbeiten im Gleisbereich ist eine Sperrung der Strecke jedoch unvermeidlich.

Das geplante Baupaket setzt die DB von Juni bis Dezember 2025 wie gewohnt während abwechselnder Voll- und Teilsperrungen der Strecke zischen Troisdorf und Niederdollendorf um. Im Sommer finden zudem auch Arbeiten im weiteren Verlauf der rechten Rheinstrecke statt, die zu Einschränkungen führen können. Die detaillierten Auswirkungen auf den Regionalverkehr kommuniziert die DB rechtzeitig vor Beginn der Bauarbeiten über die bekannten Kundenkanäle. Die neue rund 13 Kilometer lange Strecke zwischen Troisdorf und Bonn wird zu einer wesentlichen Verbesserung des öffentlichen Schienenpersonennahverkehrs beitragen und die Region Bonn besser an das S-Bahn-Netz des Ballungsgebietes Köln anbinden.

Im Rahmen des Projektes werden zahlreiche Brücken, Unter- und Überführungen erneuert, neu gebaut oder ersetzt. Vier der sechs bereits vorhandenen Haltepunkte und Bahnhöfe werden modernisiert und barrierefrei gestaltet. Zusätzlich entstehen die neu­en Haltepunkte „Bonn-Ramersdorf“ und „Bonn-Vilich“. Für den Schallschutz kommt nahezu auf der gesamten Stre­cke das „Be­son­ders über­wach­te Gleis“ (BüG) zum Einsatz und es ist geplant, auf über 15 Kilometern Schallschutzwände zu errich­ten.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de