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Erste TRAMLINK in Potsdam

01.04.25

Die ViP Verkehrsbetrieb Potsdam und der Hersteller Stadler Rail haben letzte Woche die erste neue TRAMLINK-Straßenbahn für Potsdam den Vertretern der Landeshauptstadt vorgestellt. Dies ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zum Alltagsbetrieb. Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) sagte: „Mit der neuen TRAMLINK-Straßenbahn verbessern wir den öffentlichen Nahverkehr in Potsdam spürbar. Ich danke allen Beteiligten, die diesen wichtigen Schritt möglich gemacht haben. Die neuen Bahnen sind ein bedeutender Beitrag für eine moderne und umweltfreundliche Mobilität in unserer Stadt.“

Der technische Geschäftsführer der ViP, Uwe Loeschmann, sagte: „Wir freuen uns, dass wir heute mit der Tramlink ein neues, innovatives Fahrzeug für unsere Straßenbahn-Flotte präsentieren können. Die Tramlink wird in den nächsten Jahrzehnten das Potsdamer Stadtbild mitprägen. Für unser wichtigstes Ziel, in der wachsenden Stadt auch und in Zukunft einen leistungsfähigen und kundenorientierten öffentlichen Personennahverkehr anzubieten, werden die 13 Tramlink die erforderliche Kapazitätserweiterung bringen. Das Fahrzeug ist auf dem technisch neuesten Stand und bietet den Fahrgästen auch im Innenraum ein zeitgemäßes Ambiente. Die hundertprozentige Barrierefreiheit und die großen Türen erleichtern unseren Fahrgästen den Ein- und Ausstieg. Wir erhoffen uns künftig einen hohen Zuspruch und ein positives Echo der Potsdamerinnen und Potsdamer.“

Der CEO der Stadler Division Deutschland, Jure Mikolčić, sagte: „Wir freuen uns, gemeinsam mit dem ViP-Team die erste von insgesamt 13 neuen Straßenbahnen vom Typ TRAMLINK für Potsdam präsentieren zu können. Diese erste Straßenbahn hat eine lange Reise über verschiedene Stadler-Standorte hinter sich: Angefangen bei der Rohbaufertigung in Polen, über die Montage in Spanien, kam das Fahrzeug auf dem Seeweg und über die Straße nach Potsdam. Damit ist die TRAMLINK eine echte Europäerin.“

In den kommenden Wochen werden zur Vorbereitung der Inbetriebnahme der TRAMLINK eine Reihe von Tests durchgeführt und weitere Aufgaben erledigt. Diese betreffen das neue Fahrzeug, aber auch das Fahrpersonal und das Werkstattpersonal der ViP. Zu den Tests gehören Sicherheitsüberprüfungen wie Brems- und Funktest und Fahrten für die die Prüfung des Lichtraumprofils. Geprüft wird, ob die vorgegebenen Spezifikationen eingehalten wurden. Im Gleichrichterunterwerk, einer Art Trafostation für den Fahrstrom, wird die Stromaufnahme der neuen Straßenbahn im Oberleitungsnetz geprüft.

Begutachtet werden außerdem alle Anlagen mit Kleinspannung und die Innenbeleuchtung, das fahrdynamische Verhalten und der Komfort, die elektromagnetische Verträglichkeit und die Lärmentwicklung des Fahrzeugs. Es erfolgen die finale Prüfung des Türsystems und des Fahrgastinformationssystems, und es werden die ViP-Fahrkartenautomaten eingebaut. Die 42 Meter langen Triebfahrzeuge sind zwölf Meter länger als die bisherigen Variobahn-Züge.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de