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Streckenausbau in Hessen

01.04.25

Die Deutsche Bahn arbeitet weiter mit Hochdruck am viergleisigen Infrastrukturausbau zwischen Hanau und Gelnhausen. Den Großteil der Arbeiten erledigt die DB dabei bei laufendem Zugverkehr – wie aktuell an der neuen Fußgängerunterführung am Bahnhof Gelnhausen. Von Donnerstag, 17. April (21:00 Uhr) bis Freitag, 2. Mai (5:00 Uhr) ist jedoch eine Sperrung der Gleise erforderlich, um konzentriert eine Vielzahl von Projektschritten umzusetzen und den engen Zeitplan bis zur Inbetriebnahme einhalten zu können.

Während der gut zweiwöchigen Baustelle bleiben die Kunden zwischen Hanau und Gelnhausen weiter mit öffentlichen Verkehrsmitteln mobil. Zwischen dem 17. April und 2. Mai richtet die DB als Ersatz für die betroffenen Regionalzüge einen Busverkehr ein. Hierbei werden mit zusätzlichen Fahrten insbesondere auch die Schüler in Fulda bedacht, die nach den Osterferien wieder zur Schule müssen. Das Verkehrskonzept mit Abfahrtszeiten und Umsteigepunkten wird aktuell noch detailliert ausgearbeitet und dann in den bekannten Auskunftsmedien veröffentlicht.

Grundsätzlich ist mit heutigem Stand folgendes Angebot geplant: Für die Fahrgäste des RE 50 (Frankfurt am Main Hauptbahnhof – Hanau – Fulda) ist ein stündlicher Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Hanau Hauptbahnhof und Fulda vorgesehen. Für die Linie RB 51 (Frankfurt am Main Hauptbahnhof – Wächtersbach – Fulda) sollen ergänzend im Stundentakt Busse zwischen Hanau Hauptbahnhof und Wächtersbach unterwegs sein. Zwischen Frankfurt Hauptbahnhof und Hanau Hauptbahnhof sehen die Planer vor, dass die Züge jeweils so verkehren, dass die betroffenen Fahrgäste einen Anschluss an den Ersatzverkehr haben.

Da die Ersatzbusse im regulären Straßenverkehr unterwegs sein werden und auch grundsätzlich nicht so schnell wie die Züge fahren können, sollten die Kunden für ihre Reise mehr Zeit einplanen. Außerdem können in den Bussen aus Platzgründen keine Fahrräder mitgenommen werden. ICE und Intercity stehen den Reisenden während der Arbeiten weiter zur Verfügung. Die Züge fahren über Umleitungsstrecken um den Baubereich herum. Dadurch sind sie etwas länger unterwegs und einige Halte können nicht angeboten werden. Auf der Achse Frankfurt–Kassel–Berlin werden zweistündliche, statt mindestens stündliche Verbindungen mit einer rund 35 Minuten längeren Fahrzeit angeboten. Die Halte Frankfurt Süd, Hanau und Fulda entfallen.

Auf der Achse Frankfurt–Hamburg werden stündliche Verbindungen angeboten. Hier verlängert sich die Fahrzeit um etwa fünfzig Minuten. Statt in Frankfurt Hauptbahnhof halten die Züge ersatzweise in Frankfurt West. Hier besteht ein umfangreiches Angebot mit S-Bahnen und städtischen Bussen zur Weiterfahrt in die Innenstadt. Auf der Achse Frankfurt–Erfurt–Berlin/Dresden werden wie sonst auch stündliche Verbindungen nach Berlin bzw. zweistündliche Verbindungen nach Dresden angeboten. Die Fahrt dauert bis zu 45 Minuten länger.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de