02.04.25
DB Regio bleibt in der Mitte des Freistaats Bayern am Zug: Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) hat ihr jetzt den Zuschlag im Wettbewerbsverfahren Isar-Noris-Altmühl erteilt. Bis Ende Dezember 2040 wird sie weiterhin die Regionalzüge zwischen Nürnberg und München bzw. Augsburg betreiben, darunter auch den wichtigen Expresszug der Linie RE 1 zwischen der Landeshauptstadt und der fränkischen Metropole. Dort werden dann moderne Siemens-Fahrzeuge anstelle der bisher dort eingesetzten, störanfälligen Nahverkehrszüge fahren.
Bayerns Verkehrsminister und BEG-Aufsichtsratsvorsitzender Christian Bernreiter (CSU): „Insgesamt steigern wir als Freistaat das Angebot in diesem Netz um sechs Prozent auf jährlich 6,4 Millionen Zugkilometer und investieren mehr denn je, trotz der schwierigen Finanzlage. Der größte Bonus ist die Einführung des Stundentakts beim Regionalexpress zwischen München, Ingolstadt und Nürnberg. Das ist ein starkes Signal für die Fahrgäste!“
„Die Regionalzüge in diesem Netz verknüpfen vier der größten Städte Bayerns“, sagt Bärbel Fuchs, Geschäftsführerin der BEG. „Deshalb schließen wir ab Ende 2028 die noch verbliebenen Lücken im Stundentakt zwischen diesen Städten. Mit den neuen Siemens-Fahrzeugen vom Typ Desiro HC haben wir bisher gute Erfahrungen gemacht. Sie fahren seit Juni 2024 zwischen Nürnberg, Coburg und Erfurt ebenfalls auf einer Schnellfahrstrecke. Wir gehen deshalb davon aus, dass sich Fahrgäste spätestens ab Ende 2028 auf ein deutlich zuverlässigeres Angebot freuen können.“
Der neue Verkehrsvertrag startet für die über die Schnellfahrstrecke verkehrende Linie RE 1 München – Ingolstadt – Nürnberg bereits im Dezember 2028, für die Linien RB 16 München – Ingolstadt – Treuchtlingen (– Nürnberg) und RE 60 Augsburg – Treuchtlingen – Nürnberg ein Jahr später. Die bisherige Bezeichnung dieser Regionalexpresslinie wird sich von RE 16 in RE 60 ändern. „Das dient der besseren Unterscheidung zur teilweise parallel fahrenden Linie RB 16 und reduziert Verwirrungen bei den Fahrgästen“, erklärt Fuchs.
DB Regio wird im neuen Vertrag auf der Linie RE 1 sieben neue Fahrzeuge vom Typ Desiro HC des Herstellers Siemens einsetzen, in einer druckdichten Hochgeschwindigkeitsvariante. Auf der Schnellfahrstrecke zwischen Nürnberg und Ingolstadt sind besondere Fahrzeuge notwendig, die eine Höchstgeschwindigkeit von 190 Kilometer pro Stunde erreichen und dem hohen Druck standhalten, wenn sie einem schnellen ICE im Tunnel begegnen.
Auf den beiden anderen Linien wird DB Regio weiterhin mit den Doppelstockzügen vom Typ Twindexx des ehemaligen Fahrzeugherstellers Bombardier fahren. Die 15 sechsteiligen und drei vierteiligen Fahrzeuge dieses Typs werden jedoch um weitere sechs vierteilige Fahrzeuge ergänzt. Auf fast allen Streckenabschnitten im ausgeschriebenen Netz gibt es bereits einen dichten Takt mit mindestens einer Zugfahrt pro Stunde zu verlässlichen Mobilitätsverfügbarkeit.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de