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VDV: Frühjahrstagung in Neu-Ulm

03.04.25

Auf der VDV-Frühjahrstagung der Landesgruppe Baden-Württemberg letzte Woche in Neu-Ulm gab es einen ganzen Strauß an Themen: Planungssicherheit, Infrastrukturausbau, Modernisierung der Schienenwege, Klimaschutz und die Zukunft des Deutschlandtickets. Vor 140 Teilnehmern waren sich die Vertreter der Kommunal- und Landespolitik sowie die Verandsvorsitzenden einig, dass vor allem das Deutschlandticket dauerhaft Bestand haben sollte.

Das lebhafte Fachgespräch in der Neu-Ulmer Oldtimerfabrik bildete den Auftakt der zweitägigen Tagung, für die die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH, die Donau-Iller-Nahverkehrsverbund-GmbH (DING) und die beiden Eisenbahnverkehrsunternehmen Arverio Bayern und Baden-Württemberg die Gastgeberrolle übernommen hatten.

Vor vollbesetztem Plenum diskutierten Elke Zimmer (Grüne), Staatssekretärin Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg Thomas Gruber, Amtschef Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr, Katrin Albsteiger (CSU), Oberbürgermeisterin Stadt Neu-Ulm, Martin Ansbacher (SPD), Oberbürgermeister Stadt Ulm sowie Robert Frank, Vorsitzender VDV Bayern und Alexander Pischon, Vorsitzender VDV Baden-Württemberg, wie sie sich eine gelungene Mobilitätswende, Finanzierung, Bestandserhalt und Ausbauziele von ÖPNV und SPNV vorstellen.

Für Elke Zimmer hat „Klimaschutz höchste Priorität“ im baden-württembergischen Verkehrsministerium, was durch das neue Landesmobilitätsgesetz, das erst am 12. März vom Landtag verabschiedet wurde, unterstrichen werde. „Der Verkehr ist nach wie vor eine Herausforderung für den Klimaschutz, doch es gibt erfreuliche Entwicklungen: „Immer mehr Menschen nutzen das verbesserte Angebot an Bussen und Bahnen. Dies motiviert uns, den öffentlichen Nahverkehr in Stadt und Land weiter auszubauen, die Taktung zu verbessern und eine verlässliche Mobilitätsgarantie sicherzustellen. Trotz finanzieller und infrastruktureller Hürden sowie punktueller Qualitätsprobleme im Zugverkehr bleibt unser Ziel klar: Ein attraktiver, leistungsstarker und klimafreundlicher ÖPNV für alle,“ so Zimmer.

Amtschef Thomas Gruber erwartet vom Bund höhere Regionalisierungsmittel und mehr Fördermittel für die Verkehrsinfrastruktur, die Elektrifizierung von Bahnstrecken und den ÖPNV-Ausbau. Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU), der aus terminlichen Gründen nicht vor Ort sein konnte, ließ ein Statement übermitteln: „Ein moderner und leistungsfähiger ÖPNV erfordert eine sichere und verlässliche Finanzierung. Investitionen in die Infrastruktur und Angebot sind entscheidend, um den Nahverkehr flächendeckend attraktiv zu gestalten. Das beschlossene Sondervermögen für Verteidigung und Infrastruktur ist daher dringend erforderlich, um all diese Ziele zu erreichen. Einigkeit herrschte in der Runde beim Thema Deutschlandticket: Das Angebot, das die Mobilität in Deutschland einfacher macht, soll dauerhaft bestehen bleiben.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de